Kaufbeuren im Allgäu-Lexikon

Die kreisfreie Stadt Kaufbeuren im Regierungsbezirk Schwaben, ist vom Landkreis Ostallgäu umgeben, und liegt am Fluss Wertach im Osten des Allgäus. Zu dieser Stadt gehören die Stadteile Kaufbeuren Altstadt, Hirschzell, Kemnat, dass sich in Kleinkemnat und Großkemnat aufteilt, sowie Neugablonz und Oberbeuren. Entstanden ist Kaufbeuren aus einem fränkischen Königshof, den man in der Nähe der Grenze zum Herzogtum Bayer, im Jahre 740 gründete.

Bis zum Ende des 11. Jahrhunderts hatten die Herren von Beren hier ihren Adelssitz und bereits im Jahre 1126 wurde Kaufbeuren erstmals urkundlich erwähnt. Zum Ende des 12. Jahrhundert fiel die Stadt unter die Staufen und war von 1286 bis 1803 eine freie Reichsstadt.

An Bayern ging Kaufbeuren im Jahre 1802. Wichtig war der Standort im Krieg, denn nordöstlich von Kaufbeuren befand sich seit 1939 die Fabrik Dynamit AG, die für die Versorgung der deutschen Kriegswirtschaft mit Munition verantwortlich war. Sehr viele Zwangsarbeiter aus den naheliegenden Konzentrationslagern wurden hier eingesetzt.

In Kaufbeuren leben heute rund 45.000 Einwohner, die mehrheitlich dem katholischen Glauben angehören. Dementsprechend viele kirchliche Feste werden hier auch gefeiert, von denen besonders die Osterwoche sehr sehenswert ist. Aber auch sonst ist Kaufbeuren sehr sehenswert, besonders in der Altstadt, in der sich auch das Crescentiakloster, ein Franziskanerinnen-Kloster befindet.

Bekannt ist Kaufbeuren aber auch, weil man hier wunderbar shoppen gehen kann. Zu den touristischen Highlights gehören z.B. der Fünfknopfturm, der das Wahrzeichen der Stadt ist. Auch der Hexenturm, Gerberturm und der Pulverturm sind Sehenswürdigkeiten, die man in keinem Fall verpassen sollte.

Sehenswertes in Kaufbeuren

Kaufbeuren ist nicht nur wegen seiner Bedeutung für die Kriegswirtschaft bekannt, sondern vor allem wegen seiner sehr vielen Sehenswürdigkeiten. Eines der schönsten Bauwerke ist das Rathaus, dass nach den Plänen von Georg von Hauberrisser zwischen 1879 und 1881 erbaut wurde.

Des Weiteren sehr sehenswert ist das Kloster Kaufbeuren, dass man im Jahre 1150 gegründet hat. In keinem Fall verpassen darf man die historische Altstadt, in der sich die teilweise sehr gut erhaltene, historische Stadtmauer befindet. Hier sollte man an einer Stadtführung teilnehmen, denn so erfährt man sehr viel über die Geschichte von Kaufbeuren und kann zudem auf der Stadtmauer herumlaufen.

Das Wahrzeichen der Stadt Kaufbeuren ist der Fünfknopfturm, bei dem es sich um einen Wehrturm in der Stadtmauer handelt. Erbaut wurde er um 1420 und war im Mittelalter der Sitz der Feuerwache. Von hier aus konnte man wunderbar über die gesamte Altstadt blicken und so Anzeichen von Feuer und Gefahr schnell melden. Bis heute ist die Türmerstube noch bewohnt.

Zu den schönsten Kirchen zählt die römisch-katholische St.-Blasius Kirche sowie die St. Martin Stadtpfarrkirche. Letztere geht auf einen Vorgängerbau aus dem 15. Jahrhundert zurück und erstrahlt in einem gotischen Stil aus der Zeit zwischen 1438 und 1443. Auch die evangelische Dreifaltigkeitskirche ist sehr schön anzusehen. Sie geht auf ein Stadtquartier von Kaiser Maximilian zurück, dass er am Jahre 1504 erworben hat. Der Umbau zur Kirche erfolgte im Jahre 1604.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Hexenturm, der Gerberturm, der Pulverturm, der Münzturm, der Sywollnturm, das Zollhäuschen sowie das Stadttheater Kaufbeuren. Auch das Kunsthaus Kaufbeuren ist in jedem Fall einen Besuch wert.



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