Schongau im Allgäu-Lexikon
Schongau ist vor allem touristisch sehr interessant. Die Stadt befindet sich im oberbayerischen
Landkreis Weilheim-Schongau und liegt am westlichen Ufer des Lechs in Pfaffenwinkel. Die
Altstadt ist besonders beeindruckend und vor allem sehr gut erhalten. Sie wurden auf einem
Lechberg gebaut und ist alleine wegen der vielen historischen Bauten und der Stadtmauer, die
noch fast vollständig erhalten geblieben ist, sehr interessant.
Aber auch die Lage im
Voralpenland macht Schongau zu einem beliebten Ziel für Urlauber. Die höhere Lage sorgt
für ein wundervolles Alpenpanorama und die Ausflugsziele- und Wanderziele in der Region
sind allesamt gut und schnell zu erreichen. Des Weiteren ist Schongau eine Station an der
Romantischen Straße, und ist damit ein Punkt auf dem Weg zu den Königsschlössern nach
Schwangau oder auch zur Wieskirche. Früher war Schongau die Kreisstadt des gleichnamigen
Landkreises und verschmolz im Jahre 1972 durch die bayerische Landkreisreform mit dem
Landkreis Weilheim. In der Nähe befindet sich die Marktgemeinde Peiting sowie die
Kreisstadt Weilheim in Oberbayern.
Sehenswert sind auch die alten Dörfern Hohenfurch,
Kinsau und Apfeldorf sowie Altenstadt, Schwabsoien und Burggen sowie Bernbeuren, die in
Richtung Füssen liegen. Schongau befindet sich in der Nähe der ehemaligen Römerstraße, die
nach Augsburg führte und war im Mittelalter ein sehr bedeutender Handelsplatz der
Verkehrslinie Verona-Augburg-Nürnberg.
Bis zur Zeit der Entdeckung von Amerika erlebte
Schongau eine Blütezeit, denn die Bürger waren hier immer sehr emisg. Als dann die großen
Handelsstraßen verlegt wurde, wurde die Stadt so arm, dass man viele bedeutende Gebäude,
wie Schloss und Ballenhaus, verfallen ließ. Teilweise wurden die Bauten auch zurückgebaut,
da das erforderliche Geld für Sanierungen fehlte. Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg kamen
sehr viele Flüchtlinge nach Schongau und die Stadt entwickelte sich durch den
prosperierenden Mittelstand zu einem Gebiet, in dem es kaum Arbeitslose gab.


