Ostallgäu im Allgäu-Lexikon
Im Südosten des bayerischen Regierungsbezirkes Schwaben befindet sich der Landkreis
Ostallgäu, der im Norden an den Landkreis Unterallgäu und den Landkreis Augsburg grenzt.
Im Osten befindet sich der Landkreis Landsberg am Lech, der Landkreis Weilheim-Schongau
und der Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Im Süden liegt das Bundesland Tirol in
Österreich und im Westen der Landkreis Oberallgäu. Vom gesamten Landkreis Ostallgäu
umgeben ist die Stadt Kaufbeuren, die eine kreisfreie Stadt ist. Zum Ostallgäu gehören im
Süden die Alpen und deren Vorland. Im Norden befindet sich die schwäbisch-bayerische
Hochebene und das Gebiet zieht sich bis zu Ammerhauer Hochplatte in den Ammergauer
Alpen hinauf. Im Voralpengebiet gibt es mehrere Seen, wie der Forggensee, bei dem es sich
um einen der größten Stauseen des Lech handelt. Das südöstliche Kreisgebiet wird zudem
vom Lech durchquert und im Westen befindet sich die Wertach, die bei Augsburg mündet.
Sehr früh gehörte der Landkreis Ostallgäu bereits zu Bayern. Im Jahre 1809 wurde
Kaufbeuren eine kreisunmittelbare Stadt und im Jahre 1862 vereinten sich die Landgerichte
Kaufbeuren und Buchloe zum Bezirksamt Kaufbeuren. Durch die Gebietsreform in Bayern
wurde aus den Landkreisen Kaufbeuren, Marktoberdorf und Füssen am 1. Juli 1972 der neue
Landkreis Marktoberdorf, den man im Jahre 1973 schließlich in den Landkreis Ostallgäu
umbenannte. Hierzu wurde auch der östliche Bereich des Landkreises Kaufbeuren vergrößert
und an den ebenfalls vergrößerten Landkreis Landsberg am Lech angegliedert. So kam er
auch an Oberbayern heran. Auch eine weitere Gemeinde kann an den Landkreis
Marktoberdorf heran und wurde zum Landkreis Weilheim-Schongau. Nur die Stadt
Kaufbeuren blieb immer kreisfrei. 


