Burg Eisenberg im Allgäu-Lexikon
Eine der vielen touristischen Hauptattraktionen des Allgäus ist die Burg Eisenberg, die sich
bei Pfronten im Landkreis Ostallgäu befindet. Diese hochmittelalterliche Burgruine bildet
zusammen mit der Burg Hohenfreyberg ein Burgengruppe, die bereits aus der Ferne sehr gut
zu sehen ist. Die Burg befindet auch auf dem Isenberch, einem Vorberg mit etwa 1000 Metern
Höhe, im Tannheimer Gebirg. Angelegt wurde sie durch den Edelfreien von Hohenegg im
Jahre 1315. Allerdings wurde sie erst im Jahre 1340 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre
1525 wurde die Burg im Bauernkrieg sehr stark beschädigt. Erst zehn Jahre später wurde die
Familie von Friedrich von Freyberg dafür entschädigt. Die Tiroler Landesregierung beschloss
im September des Jahres 1649, dass die Burgen geräumt und in Brand gesteckt werden. Sie
sollten am näher kommenden protestantischen Heer nicht als Intakte Vorposten in die Hände
fallen. Die Opferung der Wehanlagen war allerdings völlig sinnlos, denn die Protestanten
änderten kurz darauf ihre Marschrichtung. Seitdem sind alle drei Burgen nur noch
unbewohnte Ruinen. Im Jahre 1980 kaufte die Gemeinde Eisenberg die Ruinen und begann in
Kooperation mit dem Verein zur Erhaltung der Burg Eisenberg mit der Sanierung. Die ovale
Hauptburg ist der Kern der Anlage, der um 1315 errichtete wurde. Hierbei handelt es sich um
eine Mantelmauerburg, die um die gesamte Kernburg herum führt. Mit der Vergrößerung und
einer Modernisierung begann man zum Ende des 15. Jahrhunderts. Das Innere der Hauptburg
beherbergt bis heute noch die Wände der ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsbauten.
Insgesamt verfügte die Burg einst über zwei Palasse und eine Kapelle sowie eine Zisterne,
eine Back- und Badestube sowie über mehrere Lagerräume. Des Weiteren erhalten sind einige
Reste des Kellergewölbes. Die Burg ist frei zugänglich und ist en Highlight für Jung und Alt. 


